Törnbericht Juli 15. bis 25. auf der Allotria

Von Santorin-Ios-Antiparos-Paros-Mykonos-Patmos-Leros-Kalymnos-Kos
Auf in die Kykladen 10 Tage auf der Allotria, Bénéteau 50 Fuss zu viert.
Skipper Dietmar mit Reparatur-Crew, Franz, Harald und Jochen

Tag 1: Ankunft in Santorin

Condor fliegt uns von München nach Santorin, die Kykladen Insel erwartet uns mit viel Wind und noch mehr Touristen. Die Taschen abgeladen und das mitgebrachte, neue Grosssegel verstaut, gehts auf Santorin Tour. Der Mietwagen ist schnell und unkompliziert gebucht und fährt 30 Minuten später am Hafen Café vor.

Tag 2: Santorin – Ios, Ormos Magganari 38 SM

Clubfahne

So schön die Insel auch ist, entscheiden wir uns am nächsten morgen auszulaufen, um in die griechische Inselwelt einzutauchen und dem Touristenstrom zu entfliehen. Zuerst aber noch einen neuen Clubstander montieren, den alten hat der Wind gefressen.

Meltemi 30 Knoten und natürlich auf die Nase. Kurs Insel Ios, geplant 18 SM, aber auf der Kreuz werden’s dann doch 38 SM.

Die südliche Bucht Magganari auf Ios bietet Schutz vor Seegang, aber die Fallwinde sind dennoch extrem. Anker hält, Schlauchboot ins Wasser und Aussenborder starten, 2 Tavernen erwarten uns mit Tzatziki und vielen mehr. Aussenborder will nicht… paddeln wir halt.

Tag 3: Ios – Antiparos, Bucht Depotiko 42 SM

Wir wollen noch weiter nördlich gegen den Wind, um dann mit Vollspeed räumlich den grossen Schlag nach Patmos.

Ein nasser Ritt, aber mit der richtigen Kleidung geht alles. Antiparos erwartet uns mit Fallwinden um die 30 Knoten, was sonst, aber mit einem gut eingefahrenen Anker, liegen wir sicher. Aussenborder startet, aber unter Last geht nichts mehr, paddeln wir halt.

Tag 4 und 5 – Antiparos-Paros Stadthafen 23 SM

Schlauchboot versorgen, uupps ein Paddel fehlt. Am Bimini sind 2 Meter Nähte aufgegangen, Zeit für die Näher an Bord. Der Meltemi fordert seinen Tribut. Die Passage nach Paros ist aufregend, gutes Aufkreuzen und eine enge, flache Durchfahrt. Paros erwartet uns mit einer gut geschützten Bucht und einem Hafen mit Wasser und Strom.

Eine tolle Altstadt und wir wollen mehr von dieser Insel kennenlernen. Töfflis gebucht und einen Tag Inselrundfahrt. Herrliche Buchten und viele Möglichkeiten zu ankern und mehr Zeit auf dieser Insel zu verbringen, aber wir wollen noch weiter nach Norden-Ziel Mykonos.

Tag 6: Paros – Mykonos 33 SM

Ein langer Schlag, gegen den Wind, was sonst, und wir ankern in der „geschützten“ Ormos Ornos Bucht. Die Fallwinde sind so stark, dass wir uns noch zusätzlich ein Boje schnappen, sicher ist sicher.

Mykonos ist überlaufen von Touristen und die Kreuzfahrtschiffe spucken tausende von Chinesen, Inder und Amerikaner aus.

Tag 7: Mykonos – Patmos Skala 80 SM

Wir haben den nördlichsten Punkt erreicht und freuen uns am nächsten Tage den Wind von hinter zu haben. Auslaufen bei Böjen von 40 kn und fliegenden Wasser.

In Rauschefahrt mit bis zu 10 Knoten fahrt starten wir den langen Schlag von 80 SM. Bis der Wind abgibt… Wo ist der Meltemi geblieben, wo wir doch so tapfer Höhe geschunden haben. Spi setzen, dann ist der Meltemi wieder da. Da wir kein Gross gesetzt haben wird das Spibergen zum Kraftakt.

Patmos, nach einem langen Tag. Das Hafenhandbuch stimmt mal wieder nicht mit der Realität überein und einen Platz gibts auch nicht mehr für uns. Also Anker ab und auf in die Taverne. Der Weg zum Land ist kurz und wir haben einen Aussenborder der ein bisschen fährt und natürlich 1 Paddel, was braucht man mehr.

Patmos ist toll und das berühmte Johannes Kloster thront oben auf dem Berg. Scooter mieten, aber Franz hat seinen Führerschein vergessen und so kulant wie in Paros ist der Vermieter nicht, also bei Dietmar als Sozius mitfahren. Wir liegen gut vor Anker, brauchen auch kein Wasser oder Strom und bleiben, obwohl viele Plätze freigeworden sind.

Tag 8: Patmos – Leros, Lakki 30 SM

Auf nach Leros, es wird immer griechischer und hier sind die Touristen dieses Jahr ausgeblieben. Umso freundlicher werden wir überall empfangen.

Tag 9: Aufenthalt in Vathy auf der Insel Kalymnos


Der Meltemi hat nun endlich ganz eingestellt und die Badestopps werden immer häufiger. Kalymnos bietet noch eine tief in der Felsen eingeschnittene Bucht mit kleinem Dorf, ein wirklicher Geheimtipp. Der Hafenmeister, gleichzeitig Souvenierverkäufer und, ich gehe mal davon aus, der Schwarm der einheimischen Frauen, biegt jedes Schiff souverän an seine Platz oder an einen Felsen.

Tag 10: Kalymnos – Kos, Stadthafen Mandraki 35 SM

Es ist schon wieder Freitag und wir laufen in der Stadthafen von Kos ein. Natürlich kein Liegeplatz frei, aber wir haben unseren Privatanleger, den wir schon vom letzten Jahr kennen. Jetzt sogar mit Wasser.

Ein toller Törn geht wieder zu Ende, viel gesehen, viele nette Menschen und immer noch ein günstiges Griechenland.

SM 307, 26 Std. motort , 117 L Diesel verbraucht

Eine Antwort

  1. Helmut Lenz sagt:

    Schöner Beitrag,
    sowohl Text als auch Bilder!
    Helmut L.

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