Tornado World Cup 2016 Lindau

Der Tornado Worldcup 2016 findet diese Woche in Lindau statt. Mit dabei 4 Crews vom YCRhd.

Hier der link zu den aktuellen Infomationen: http://tornadoworlds-2016.lsc.de/

Das Video von Icarus Sailing Media über den ersten Tag der Tornado Worlds

Griechen nehmen Kurs auf Titelverteidigung 

Der Bodensee forderte seinen Tribut bei den ersten beiden Wettfahrten bei der Weltmeisterschaft der Tornados in Lindau. Zahlreiche Kenterungen und auch Schäden führten zu erheblichen Ausfällen. Nur elf Teilnehmer kamen im ersten Rennen ins Ziel. Hektisch wurde an Land repariert. Nach einer großzügigen Pause waren dann immerhin wieder 18 Boote am Start, die diesmal auch alle das Ziel erreichten. Beide Läufe gewannen die Titelverteidiger, die Griechen Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigonis vom griechischen Nautic Club Thessaloniki, die damit auch die Gesamtwertung anführen.

Zweite in der Gesamtwertung sind derzeit Bob und Marc Baier nach einem dritten und einem zweiten Platz. Die Vater- und Sohn-Crew vom Segelclub Füssen/Forggensee (SCFF) trainierte jüngst am Gardasee. Zwar sind sie keine altgediente Tornado-Mannschaft, aber Bob Baier ist vielfacher Meister im A-Cat, einem anderen Zweirumpfboot.

„Der Bodensee hat den Mannschaften alles abverlangt. Vor allem die kurze, steile Welle war für viele ungewohnt“, bilanzierte Jürgen Jentsch. Der Präsident der Internationalen Tornado-Klassenvereinigung ITA aus Schwangau hatte selbst eine Havarie beim ersten Start. Er kollidierte mit Treibholz, das die Ruderanlage auf einer Seite aus dem Rumpf riss und musste erst einmal aufgeben. Bis morgen, so hofft er, ist der Schaden repariert. Zahlreiche Boote kenterten bei bis zu sechs Windstärken auf dem Bodensee. Etliche weitere Schäden ereigneten sich bei diesem Rennen: Gebrochene Teile am Rigg, gerissene Segel, auch eine Platzwunde unter dem Auge musste vom Arzt genäht werden. Sicherungsboote vom ausrichtenden Lindauer Segler-Club bis zur Wasserschutzpolizei mit den Rettern der Wasserwacht fischten über Bord gegangene Segler auf und bargen die havarierten Boote ab. Mit außerordentlichem Vorsprung waren die griechischen Titelverteidiger als Erste im Ziel. Zweite wurden die Australier Gavin Colby und Billy Leonard vor Bob und Marc Baier. Nur elf Schiffe von 32 kamen ins Ziel.

Wettfahrtleiter Paul Bastard gewährte den Seglern in abflauendem Wind eine großzügige Pause, so dass viele Havaristen ihre Schäden zumindest soweit reparieren konnten, dass sie beim zweiten Rennen wieder dabei waren. Bei drei bis vier Beaufort gab es im zweiten Lauf dann keine Probleme mehr. Wieder waren die Griechen Erste, aber diesmal nicht mehr mit dem großen Vorsprung wie im ersten Rennen. Zweite wurden Bob und Marc Baier vor Nikolaos Mavros und Alexandros Tagarapoulos (Griechenland). „Das Training am Gardasee war schon eine gute Vorbereitung für heute“, sagte Bob Baier. „Die sehr unregelmäßige Welle war schon ein großes Problem“, so der Allgäuer.

Gar nicht am Start waren die Co-Favoriten und letztjährigen Vizeweltmeister, Roland und Nahid Gäbler aus Bremen. Vorschoterin Nahid Gäbler hatte vor kurzem einen Reitunfall. Daraus resultierende Rückenschmerzen machten sich beim Trainingsrennen am Samstag so stark bemerkbar, dass die Crew umgehend den Heimweg antrat. Auch Lokalmatador Veit Hemmeter vom LSC musste seine Meldung zurückziehen. Hier waren aber berufliche Gründe des jungen Unternehmers ausschlaggebend.

Die dritte Wettfahrt soll heute um 13 Uhr gestartet werden.

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